Macht CBD high?
Macht CBD high? Erfahre, warum CBD nicht berauscht, wie es wirkt und was bei legaler Anwendung in Deutschland zu beachten ist – jetzt mehr lesen!
Macht CBD High? Einblicke in Cannabis, THC und CBD in Deutschland
Immer mehr Menschen in Deutschland interessieren sich für Cannabis und dessen Einsatzmöglichkeiten – sei es zur Entspannung, bei chronischen Schmerzen oder als unterstützende Therapie bei verschiedenen Krankheiten. Dennoch gibt es nach wie vor viele Unsicherheiten und Missverständnisse rund um THC, CBD und deren Wirkungen. Eine der am häufigsten gestellten Fragen lautet: Macht CBD high?
In diesem Beitrag gehen wir detailliert darauf ein, was CBD wirklich ist, wie es sich von THC unterscheidet, welche Rolle es in medizinischer und rechtlicher Hinsicht in Deutschland spielt – und geben klare Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Was ist CBD eigentlich?
CBD, oder Cannabidiol, ist einer von über hundert Wirkstoffen, die in der Cannabispflanze vorkommen. In den letzten Jahren hat CBD wegen seiner angeblichen gesundheitlichen Vorteile und seiner wertneutralen Wirkung stark an Bedeutung gewonnen.
Kurzübersicht: Was zeichnet CBD aus?
- Wird vorwiegend aus der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis sativa) gewonnen.
- Gehört zu den sogenannten Cannabinoiden.
- Nicht psychoaktiv – macht nicht high.
- Interagiert mit körpereigenen Rezeptoren, vor allem im Endocannabinoid-System.
Im Gegensatz zu seinem berühmten Bruder, dem Tetrahydrocannabinol (THC), ruft CBD keine berauschende Wirkung hervor.
CBD vs. THC – die Schlüsselunterschiede (Tabelle)
Merkmal CBD (Cannabidiol) THC (Tetrahydrocannabinol) Psychoaktiv? Nein Ja Legal in DE? Ja* Nur mit Rezept Medizinische Wirkung? Ja Ja Suchtpotential Sehr gering Mittel bis hoch „High“-Effekt? Nein Ja * CBD ist in Deutschland legal, sofern der THC-Gehalt unter 0,2% liegt und keine Heilversprechen gemacht werden.
Nochmal in aller Kürze:
Macht CBD high?
Nein, CBD macht nicht high, denn es wirkt nicht berauschend und beeinflusst nicht das Bewusstsein.
Die rechtliche Lage von Cannabis und CBD in Deutschland
Das deutsche Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterscheidet klar zwischen THC und CBD. Während Cannabis-Produkte mit einem relevanten THC-Gehalt weiterhin als Betäubungsmittel eingestuft werden, ist der Verkauf von CBD-Produkten in vielen Fällen legal.
Die aktuelle Gesetzeslage (2024):
- THC-haltige Cannabisprodukte: Nur auf Rezept und in der Apotheke erhältlich. Der Besitz und Erwerb ohne Rezept ist strafbar.
- CBD-Produkte:Frei verkäuflich, solange der THC-Gehalt unter 0,2% bleibt.
- Keine explizite Zulassung als Lebensmittel oder Arzneimittel ohne konkrete Genehmigung, daher Kennzeichnung als Aromaöl, Kosmetikum etc.
- Rezepte für medizinisches Cannabis: Ärzte können Cannabis bei bestimmten Diagnosen verschreiben (z.B. chronische Schmerzen, Multiple Sklerose, Übelkeit bei Chemotherapie).
Rechtliche Fallstricke:
- CBD ist kein Wundermittel! Der Verkauf als Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel ist nur mit Zulassung erlaubt.
- Achte auf seriöse Anbieter: Nur geprüfte Qualität kaufen – idealerweise mit Laborzertifikat.
Medizinische Verwendung von CBD
CBD wird oft mit einer ganzen Reihe von positiven gesundheitlichen Effekten in Verbindung gebracht. Auch die Forschung beschäftigt sich zunehmend mit Cannabidiol, doch viele Ergebnisse sind noch vorläufig.
Häufig genannte Anwendungsgebiete:
- Schmerzlinderung: Besonders bei chronischen Schmerzen oder Nervenschmerzen (z.B. bei MS).
- Entzündungshemmung: CBD kann entzündungsfördernde Botenstoffe reduzieren.
- Angst und Stress: Viele Nutzer berichten von entspannender, angstlösender Wirkung.
- Schlafprobleme: CBD kann helfen, den Schlaf zu verbessern.
- Epilepsie: Speziell bei seltenen Formen, bereits als Medikament zugelassen.
Was sagt die Forschung?
- Studien bescheinigen CBD bei bestimmten Formen der Epilepsie eine signifikante Wirkung.
- Vieles beruht bislang auf Erfahrungsberichten und kleineren Studien; groß angelegte klinische Forschung steht noch aus.
Wichtig: Lass dich vor der Einnahme von CBD immer ärztlich beraten, vor allem wenn du Medikamente einnimmst!
Unterschiedliche Formen und Produkte von CBD
Der CBD-Markt ist inzwischen vielfältig. Doch zwischen verschiedenen Darreichungsformen gibt es große Unterschiede – in Wirkung, Dosierung und Anwendungskomfort.
Typische CBD-Produkte:
- CBD-Öl: Die bekannteste Form; wird unter die Zunge geträufelt.
- CBD-Kapseln: Praktisch für die exakte Dosierung.
- CBD-Blüten: Können als Tee aufgegossen oder verdampft werden.
- CBD-Creme & Salben: Äußerliche Anwendung bei Hautproblemen und Muskelverspannungen.
- CBD-Lebensmittel: Schokolade, Gummibärchen, Kaffee – meistens niedrig dosiert.
Worauf beim Kauf achten?
- THC-Gehalt: Muss unter 0,2% liegen.
- Zertifizierte Qualität: Achte auf Prüfberichte (Laboranalysen).
- Extraktionsmethode: CO2-Extraktion gilt als besonders schonend.
- Transparente Hersteller: Angaben zu Herkunft und Inhaltsstoffen sind Pflicht.
THC vs. CBD: Der direkte Vergleich
Immer wieder kommt es zu Verwechslungen – besonders, weil beide Stoffe aus der gleichen Pflanze stammen. Dennoch sind sie in ihrer Wirkung grundverschieden.
Wichtige Unterschiede auf einen Blick:
- THC ist der wichtigste psychoaktive Stoff in Cannabis. Er bindet direkt an die CB1-Rezeptoren im Gehirn und verursacht das klassische „High“ – Euphorie, veränderte Wahrnehmung, gesteigerter Appetit.
- CBD besitzt keine psychoaktive Wirkung. Es beeinflusst das Endocannabinoid-System indirekt und kann sogar den berauschenden Effekt von THC abschwächen.
Vorteile von CBD – auch für Freizeitnutzer:
- Entspannung ohne Kontrollverlust
- Kein Rauschzustand, daher alltagstauglich
- Kein Risiko für psychische Nebenwirkungen wie Angstzustände oder Paranoia
- Kein Führerscheinverlust durch CBD (im Gegensatz zu THC)
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
1. Kann man von CBD süchtig werden?
Nein, CBD hat kein Suchtpotential. Es gibt keine Hinweise auf psychische oder physische Abhängigkeit durch Cannabidiol.
2. Wie lange bleibt CBD im Körper?
Die Wirkungsdauer hängt von der Verabreichungsform, Dosis und Stoffwechselgeschwindigkeit ab. Im Schnitt ist CBD nach 2-5 Tagen vollständig abgebaut.
3. Ist CBD-Öl das gleiche wie Hanföl?
Nein. Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und enthält so gut wie kein CBD. CBD-Öl enthält einen Extrakt aus den Blättern und Blüten – meist in Trägeröl gelöst.
4. Macht CBD müde?
CBD wirkt bei vielen Menschen entspannend und fördert den Schlaf – übermäßige Müdigkeit ist aber selten und individuell unterschiedlich.
5. Darf ich nach CBD-Einnahme Auto fahren?
Ja, solange das Produkt weniger als 0,2% THC enthält, hat es keine Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit. Achtung bei CBD-Produkten aus dubiosen Quellen: Es könnten höhere THC-Rückstände enthalten sein.
6. Wie finde ich das richtige CBD-Produkt?
Wähle zertifizierte Anbieter, achte auf Analysen und beginne mit einer niedrigen Dosierung. Jeder Körper reagiert anders – taste dich langsam an die optimale Menge heran.
Fazit: Macht CBD high? Die kurze Antwort
Noch einmal zum Mitnehmen: CBD macht NICHT high. Es beeinflusst nicht die Wahrnehmung und verursacht keinen Rausch. Damit ist CBD interessant für alle, die Vorteile der Hanfpflanze genießen möchten, ohne einen Kontrollverlust zu riskieren.
Wichtige Tipps zum Abschluss:
- Kaufe CBD-Produkte nur von seriösen, geprüften Anbietern.
- Lass dich bei ernsthaften Beschwerden oder Medikamenteneinnahme immer ärztlich beraten.
- Entscheide dich bewusst für Produkte, die transparent hinsichtlich Inhaltsstoffen und Herkunft sind.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Aufklärung und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine behandelnden Ärzte.